Verfasst von: anheilumi | November 25, 2009

Tausche Kürbis gegen Kerzen

Nachdem der Große ja nun fast täglich bei irgendwelchen Freunden und Freundinnen („Mama, aber nur die L. ist in mich vahliept, nicht andersrum“) abhängt, ist Fairness gefragt.

Also laden wir nächsten Montag Lüttes „Kinder-spielen-2-Stunden-ohne-Mamas-aber-mit-wirklich-entzückenden-Erzieherinnen“-
Gruppe ein. Um besagten entzückenden Leiterinnen auch ein kleines Weihnachtsgeschenk zu basteln. Und um mal abzuchecken, ob Lütte sich immer noch selbst genug ist oder ob sie doch Interesse an dem einen oder anderen Kind hat.

Nachteil: Ich kann nicht wie letztes Jahr bis circa zum dritten Advent die Halloweendeko hängen lassen, sondern muss, ganz perfekte Dorf-Mama, pünktlich zum Wochenende umdekorieren. Mit den ganzen Lichtern und Kerzen hab ich auch nicht wirklich ein Problem.

Aber die roten Männer, ich glaub, die spar ich mir noch ein paar Tage…

Verfasst von: anheilumi | November 24, 2009

Mutterliebe

Ich muss mal gerade ganz fürchterlich „strungsen“, wie der Rheinländer sagen würde. Mal ein bisschen angeben, mir selber auf die Schulter klopfen, wenn mir schon keiner (sonst) den goldenen Mütterorden am Band verleiht ;-) .

Mein geliebter Sohn hat einen Narren an einem Jungen im Kindergarten gefressen, ständig höre ich- „Max* hier- Max da“

*Name von der Redaktion geändert

Wir waren in Urlaub, ich habe Karten geschrieben- Junior musste auch- an Max. NUR an Max, aber UNBEDINGT an Max.

Wir kommen aus dem Urlaub zurück, Junior liegt mir in den Ohren- Max, Max, Max. Im Moment ist es schwer „in“, sich nachmittags (nachdem die Kids ja eh schon von 8.30 bis 14.00 zusammen sind) zu treffen. Einige Jungs hatten Junior schon gefragt und er hat auch zähneknirschend zugesagt, aber treffen- treffen wollte er einfach nur, aber unbedingt- ja, eben. Max.

Max ist ein zurückhaltender, wirklich netter Junge, den ich auch gerne mag. Aber.

ABER seine Mutter… puh, mit seiner Mutter rassele ich ständig und nur aneinander. Wir sind uns wohl prinzipiell eher ähnlich (naja, aber das auszuführen, würde hier dann doch etwas weit führen), aber schaffen es nur unter beiderseitiger Anstrengung, unauffällig miteinander zu kommunizieren. Und eigentlich habe ich es inzwischen auch aufgegeben, ich umgehe sie nach Möglichkeit, weil … naja, egal. Ich umgehe sie nach Möglichkeit.

Diese Möglichkeit hat mir mein Sohn aber geradezu „ausgeredet“: „Mama, ich möchte Max treffen. Maa-aax. “ Ja, mein Sohn *vertröstaufnächstewoche*. „Mama, wann kann ich zu Max?!?!“ *vertröstaufsanktnimmerleinstag*

„MAAAMAAA!“- puh, okay. Bei der nächsten sich bietetenden Gelegenheit zeige ich meinem Sohn dann also, wie Erwachsene sich erwachsen verhalten: Zähne zusammenbeißen, tief durchatmen, nett lächeln- und sagen: „Hallo, mein Sohn möchte sich sooo gerne mal mit Ihrem treffen“. Der Rest ging dann relativ zügig und durchaus von gegenseitigem Interesse getragen.

Und heute Nachmittag war er – endlich- ENDLICH! – DA!

Und, Sohn, war es so cool, wie Du es Dir vorgestellt hast?

Mama- viiiiiel cooler.

Danke, Sohn, das zu hören ist besser als jeder Orden ;-) .

Verfasst von: anheilumi | November 23, 2009

bislang unveröffentlicht und grad wiedergefunden:

Verfasst von: anheilumi | November 21, 2009

Geschützt: 72 Stunden in Bild (und später vielleicht auch Ton)

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Verfasst von: anheilumi | November 21, 2009

72 Stunden Cen.ter Par.c

„Wir haben doch noch einen Gutschein von cen.ter.par.cs“, sprach die liebste Freundin, „sollen wir mit den Kids nicht im November nen Wochenende dahin fahren?“.

Gesagt- geschaut- gefreut (es gab grad (?) Last-Minute-Aktionen, nochmal 200€ „Rabatt“)-gepackt-gefahren.

Letzte Woche Freitag Nachmittag ging’s los (ich LIEBE unser neues großes Auto, den V, da passten alle und alles rein!).

2 Mütter – 4 Kindern zwischen 2 und 5.

* Wie gut, dass wir sonst genügend Zeit für „Frauengespräche“ haben, an diesem Wochenende hatten wir das jedenfalls nicht (es gab auch kein ausgefuchstes „Wenn die Kinder dann abends im Bett sind“-Programm, weil wir zur gleichen Zeit schlafen gegangen sind- naja, und weil die Kids natürlich lange aufbleiben durften)

* Unsere Pänz waren schon der Knaller, wie sie da im Viererpack mit Fahrrad/Laufrad/Dreirad durch den Park düsten (Bilder gibt es gleich im nächsten Artikel)

* Schwimmen gehen macht trotzdem Spaß, auch wenn das Drumrum (ausziehen, anziehen, alles sortieren) länger dauert als der Besuch im Schwimmparadies selber (so kam es mir wenigstens vor)

*Wie schön, dass unsere Kids in dieser Mischung aus M.c D.onalds und Dis.neyland es trotzdem am schönsten fanden, stundenlang da zu hocken und „Fisse!“ und „Papa-hein!“ und Krebse zu beobachten- und dabei fast im Wasser zu landen.

* Doch wir Mütter hatten Nerven wie Drahtseile :-) und ich fand, im Gegensatz zu häufiger beobachteten Familien mit zwei Elternteilen und „nur“ ein bis zwei Kindern waren wir sehr relaxed. (Aber wie haben wir letztens noch konstatiert- dahin zu kommen, das war harte Arbeit und erforderte über Jahre wöchentliche Treffen… ;-) )

* Enttäuschend war eigentlich nur das überteuerte und wirklich äußerst unleckere Abendessen am letzten Abend, auf das wir uns die ganze Zeit gefreut hatten. (Aber wie sagte mein Liebster? „Das Essen im CP ist eh nur im Suff zu ertragen“…)

Verfasst von: anheilumi | November 14, 2009

„Was sind Anzeichen für…“

Ihr habt es sicher schon erraten…

„Was sind Anzeichen für Sch.weine.grippe?“ war ein Artikel am 10.11. in meiner täglichen Frühstückszeitung überschrieben.

Bei der Durchsicht habe ich festgestellt, dass sie in unserer Familie grassiert ;-) , wir verteilen die Symptome gerecht unter allen…


plötzlicher Krankheitsbeginn

Fieber über 38 Grad (beide Kids, letzten Dienstag)

Kopf- und Gliederschmerzen (Papa)

Halsschmerzen (Papa)

Übelkeit, bei kleineren Kindern Erbrechen (Lütte)

Bindehautentzündung (Junior, seit Montag)

Atemwegsprobleme (alle Drei)

(naja, hmmm, und wenn tatsächlich? Dann haben wir es jetzt eben hinter uns… Und sparen uns die Impfung, die wir uns sowieso gespart hätten…)

Verfasst von: anheilumi | November 13, 2009

Geschützt: Lieber Sankt Martin

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Verfasst von: anheilumi | November 12, 2009

immer wieder dienstags…

Seit vier Wochen hat der Papa einen neuen Arbeitsrhythmus. Wie sich schon länger abzeichnete, muss er öfter mal in die „Konzernzentrale“ in eine hessische Großstadt. „Öfter mal“ heißt, jede Woche zwei Tage. Er ist dann Dienstag/Mittwoch unterwegs und übernachtet in seinem Lieblingshotel und lässt es sich abends mit Arbeitskollegen und Sauna (hoffentlich) richtig gut gehen. Ich finde das auch gar nicht großartig dramatisch (außer, dass es natürlich netter wäre, er wäre hier- aber die Fahrerei wäre ja wirklich für zwei Tage elendig). Komisch nur, dass ausgerechnet jetzt Murphy’s Law an diesen Tagen hier zuschlägt (irgendetwas passiert, für das es ziemlich nötig/sinnvoll/aufbauend wäre, dass Papa da ist- und das natürlich nie passiert, wenn er da ist).

Vorletzte Woche: Dienstag Abend, gegen 23:00 Uhr

Dienstag ist Fernseh-Abend mit zwei Lieblingsserien- die schon fast vorbei sind, als ich es über mir trappeln höre (da liegt das Kinderzimmer vom Großen, der gerade Richtung Badezimmer rannte). Als ich oben angekommen war, um mal zu gucken, was da los ist, hörte ich es schon- er hustete bellend,

aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaasssssssssssssssssssscccccc
ccccccccccccccccccc (liebe Mamis, das passiert, wenn man mit einem Blogartikel anfängt, die Kinder wach werden, man schnell das Frühstück macht und die lieben Kleinen derweil weiterschreiben…, jetzt ist es schon wieder Tage später und diesmal schlafen sie noch…)

also, wo war ich?

Junior wurde kurz nach elf (als ich grad überlegte, ins Bett zu gehen) mit bellendstem Husten, Atemnot und völlig versagender Stimme wach und rannte erstmal zum Bad, weil er dachte, er müsse sich übergeben. Nachdem ich da schon fix Pseudo-Krupp diagnostiziert hatte (das erste Mal, wohlgemerkt), hab ich ihn erstmal vor den Kühlschrank gesetzt (den offenen, natürlich). Dann gedacht, dass NaCl -Inhalieren sicher auch nicht schadet. Und dann im KH angerufen, ob er um das Cortison-Zäpfchen (Internet sei Dank, informiert in Sekunden!) wohl herumkommen würde, woraufhin mir die Nachtschwester nahelegte, das auf jeden Fall diese Nacht noch in der Apotheke zu besorgen.
Na, dachte ich mir, wenn ich eh losfahren muss und beide Kinder mitnehmen und ne Notapotheke anfahren- kann ich genauso gut in unserer Kinderklinik vorbeifahren und mal jemanden draufgucken lassen, der sich damit auskennt. (später in meinem „Lieblings“-Familienforum habe ich dann gelesen, dass ich völlig falsch reagiert habe. Punkt 1: Mama muss angesichts des Anfalls in totale Panik verfallen und hyperventilierend mindestens so blau anlaufen wie das Kind. Punkt 2: Ist man mit zwei Kindern allein zu Haus, lässt man den Notarztwagen kommen).
Aber so habe ich eben den Junior warm eingepackt an die frische Luft geschickt, dann die Lütte geweckt, die fühlte sich auch warm an. Lütte in Pulli und Jacke eingepackt und beide Kids ins Auto verfrachtet. Halb zwölf.

Lütte kotzt im Auto zweimal, was ich im Dunklen nur so halb mitbekomme.
Wir kommen im Krankenhaus an, melden Junior an- und Lütte, die währenddessen gleich nochmal spuckt, gleich mit.
Junior bekommt sein Zäpfchen und inhaliert, diesmal richtig (NaCl plus Adrenalin). Wird dann ans offene Fenster gesetzt. Lütte spuckt das nächste und übernächste Nierenschälchen voll. Die Nachtschwester diagnostiziert „Scharlach“: Ich krieg eine kleine Krise, kann mir das aber nicht wirklich vorstellen. Beschließe, einfach auf die Ärztin zu warten. Kurz vor eins taucht eine megajunge Ärztin auf (erschreckend, wie jung Assistenzärzte inzwischen sind!!!). Stimmt mir mit Juniors Diagnose zu, kurzes Gespräch, schrieb uns halt die Zäpfchen auf und erklärte nochmal Pseudo-Krupp. Es gibt ja vier Schweregrade und so, wie ich Junior erlebt habe, hatte der ne lässige 3. Sie meinte aber, es könne höchstens zwei gewesen sein, denn er sei ja schon wieder ziemlich fit. (Und ab Stufe drei behalten sie die Kids dann da, ich hab also mal nicht widersprochen).
Lütte war dann schon ein bisschen zickig. Aber die Doc konnte dann doch noch in den Mund sehen und gab Entwarnung (bzw., sagte wegen Scharlach gar nichts, ich hab dann nachher nochmal nachgefragt, nee, wäre „nur“ Magen-Darm- selbst damit bin ich mir ehrlich gesagt aber nicht sicher! Na, aber irgendein Virus wird es wohl sein). Da ist erstmal „nur“ Schonkost angesagt. (Und alle haben wieder die Schiene bewundert und Frau Doktor fragte wieder vorsichtig, ob denn am Herzen was bekannt sei… Es gibt so Sachen, die vergesse ich inzwischen einfach, unglaublich, aber wahr).

Gegen zwei Uhr waren wir dann zu dritt wieder wohlbehalten zu Hause und haben beim Papa Entwarnung gegeben.

Letzte Woche: (oh, dies wird ein langer Artikel, fürchte ich ;-) )

Während Papa in Frankfurt weilt, ist Mamas Mittwochs-Arbeitstag von einiger (gern in Kauf genommener) Fahrerei gekennzeichnet.

Um zwei geht’s los- da wird der Junior mit dem Auto vom Kindergarten abgeholt, dann kommen beide Kids zu den Großeltern (12 km gen Osten). Dann fahre ich wieder gen Westen, geschätzte 25 km zu meiner Selbsthilfegruppe), dann fahre ich gen Süden (ca. 40 km) in die Praxis und dann schließlich zurück nach Hause (ca. 20 km).

Man KANN den Tag natürlich auch so gestalten: Um zwei fährt Muttern derart schwungvoll auf den ersten Parkplatz am Kindergarten, dass sie sich ihr linkes Vorderrad am Dorn der Torhalterung abschießt. Pfffft… Während ich mich noch über das Geräusch wundere, feixen hinter mir schon zwei befreundete Mütter. Sehr cool.

Eine der Beiden hat zwar noch angeboten, mich irgendwo hin zu fahren, aber das hätte ja auch nichts genützt. Ich hab dann „kurz“ überlegt (Arbeit schon wieder ausfallen lassen kam nicht in Frage), bin dann nach Hause, hab mir aus der Garage Sommerreifen geholt und bin zur Werkstatt ins Gewerbegebiet „gefahren“. Sch*** auf Felgen, nutzte ja nix, also sind wir mit 20 Sachen die 2 Kilometer über die Landstraße gedackelt. Herr L., der Leiter des Betriebes, hat sich übel amüsiert (aber ich mag ihn, das war schon okay- ich hatte ihn nur gebeten, mit dem Lästern zu warten, bis ich wieder weg war…). Sein Kollege hat dann erstmal festgestellt, dass ich die Reifen von Papas verschrottetem Auto eingepackt hatte (wie blond kann man nur sein?!)- und mir dann schnell nen neuen aufgezogen- so schnell, dass ich es tatsächlich noch pünktlich zur Gruppe geschafft habe. Wohl mit den Kindern im Schlepp, aber die wurden von zwei netten Ehefrauen gut betreut (waren in der Nebenhalle Fußballspielen und hatten viel Spaß… alle Vier waren nachher sehr aus der Puste…)
Danach hab ich sie dann auf dem Weg in die Praxis bei den Großeltern abgeliefert und war nur froh, dass mein erster Patient (im Heim) schon fast eingeschlafen war, da ist es nicht aufgefallen, dass ich meiner Zeit übel hinterher war…

Diese Woche:

bekommt gleich einen eigenen Artikel von mir, nur soviel: Es ist nichts „Dramatisches“ passiert.

Papa ist krank geschrieben und zu Hause…

Verfasst von: anheilumi | November 2, 2009

Unser Dorf…

Nachdem ich grad etwas kopfschüttelnd-grinsend im Auto saß, dachte ich, lasse ich Euch am gerade Erlebten teilhaben (auch wenn es nacherzählt wohl nur noch halb so lustig ist:
Lütte ist auf dem Weg zu ihrer Gruppe, kommt ein (neuer) kleiner Junge mit seiner Mama über die Straße- der Kleine erzählt die ganze Zeit „duu-te-ta, duu-te-ta“. Ich, ganz therapeutisch, sag „Hallo, Dir auch „Guten Tag!“ “ und gucke dabei die Mutter gleich mit an.

Sie, indigniert: „Kennen wir uns?!?!?!??!“

Mal sehen, womit ich sie gleich beim Abholen „schocke“…

Verfasst von: anheilumi | Oktober 25, 2009

Letztes Jahr um diese Zeit habe ich dieses hier geschrieben:

„Ich habe ihn noch genau vor Augen, so wie ich ihn mein ganzes Leben lang gesehen hab- er sah aus wie einer dieser urigen Bergbauern, zur Komplettierung des Bildes mit einer Pfeife im Mundwinkel.
Eine unnachahmlich trockene, manchmal auch etwas bärbeißige Art, ich höre seine Stimme noch in meinem Ohr.

Das letzte Mal sahen wir uns im August und er wirkte, gezeichnet von seiner Krankheit („eine von den seltenen“, und es kommt mir vor, als höre man diesen Ausdruck immer häufiger), schmal und fremd, dabei aber auch so vertraut. In ihm drin, da war noch „der alte“. Seine Frau sagte: „Pass mir auf, dass Du ihn nicht umpustest“- und das traf es ganz genau.

Letztendlich hat ihn seine Krankheit vor zwei Wochen umgepustet- und heute waren wir auf seiner Beerdigung. Ich habe mich von einigen in den letzten paar Jahren verabschiedet, aber das waren alles Menschen, die ich von meiner Arbeit kannte. Ein Mensch, der in meinen Kindheiterinnerungen ein Rolle spielte (und anscheinend eine wichtigere, als ich so vermutet hätte), war nicht darunter.“

Und ich für mich freue mich, dass es im letzten Jahr immer mal wieder einen Augenblick gab, an dem ich an ihn gedacht hab.

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