Verfasst von: anheilumi | November 2, 2009

Unser Dorf…

Nachdem ich grad etwas kopfschüttelnd-grinsend im Auto saß, dachte ich, lasse ich Euch am gerade Erlebten teilhaben (auch wenn es nacherzählt wohl nur noch halb so lustig ist:
Lütte ist auf dem Weg zu ihrer Gruppe, kommt ein (neuer) kleiner Junge mit seiner Mama über die Straße- der Kleine erzählt die ganze Zeit „duu-te-ta, duu-te-ta“. Ich, ganz therapeutisch, sag „Hallo, Dir auch „Guten Tag!“ “ und gucke dabei die Mutter gleich mit an.

Sie, indigniert: „Kennen wir uns?!?!?!??!“

Mal sehen, womit ich sie gleich beim Abholen „schocke“…

Verfasst von: anheilumi | Oktober 25, 2009

Letztes Jahr um diese Zeit habe ich dieses hier geschrieben:

„Ich habe ihn noch genau vor Augen, so wie ich ihn mein ganzes Leben lang gesehen hab- er sah aus wie einer dieser urigen Bergbauern, zur Komplettierung des Bildes mit einer Pfeife im Mundwinkel.
Eine unnachahmlich trockene, manchmal auch etwas bärbeißige Art, ich höre seine Stimme noch in meinem Ohr.

Das letzte Mal sahen wir uns im August und er wirkte, gezeichnet von seiner Krankheit („eine von den seltenen“, und es kommt mir vor, als höre man diesen Ausdruck immer häufiger), schmal und fremd, dabei aber auch so vertraut. In ihm drin, da war noch „der alte“. Seine Frau sagte: „Pass mir auf, dass Du ihn nicht umpustest“- und das traf es ganz genau.

Letztendlich hat ihn seine Krankheit vor zwei Wochen umgepustet- und heute waren wir auf seiner Beerdigung. Ich habe mich von einigen in den letzten paar Jahren verabschiedet, aber das waren alles Menschen, die ich von meiner Arbeit kannte. Ein Mensch, der in meinen Kindheiterinnerungen ein Rolle spielte (und anscheinend eine wichtigere, als ich so vermutet hätte), war nicht darunter.“

Und ich für mich freue mich, dass es im letzten Jahr immer mal wieder einen Augenblick gab, an dem ich an ihn gedacht hab.

Verfasst von: anheilumi | Oktober 7, 2009

Geschützt: Geburtstagsfrühstück- unzensiert ;-)

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Verfasst von: anheilumi | Oktober 6, 2009

Geschützt: Schweiz 09

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Verfasst von: anheilumi | Oktober 6, 2009

back for good

Hiermit melden wir uns zurück!!!

Wir hatten eine tolle Zeit mit unglaublich vielen langen und vollen Tagen, haben die Ostsee und die Schweiz genossen und gönnen uns jetzt noch ein paar „faule Tage“, die nach all der action auch nötig wurden. Langsam wird uns der Alltag wiederbekommen, aber nur langsam ;-) .

Ich setz mich dann mal an die Fotos- bitte folgen —>

Verfasst von: anheilumi | September 15, 2009

Geschützt: We are…

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Verfasst von: anheilumi | September 6, 2009

Sonntags- Kinder.überraschung

oder: „Spannung, Spiel und Spaß“

Mama hat ein neues Hobby: Die „richtigen“ Leute für montags einladen und sonntags anfangen, die Bude auf Hochglanz zu polieren. Und den Kids zu versprechen, wenn sie ruhig spielen und Mama (und natürlich auch Papa) machen lassen, dass es dann nachmittags eine Überraschung gibt.

Das letzte Mal gab es ein großes Treckertreffen hier in der Nähe, mit vielen Oldtimern, sogar einem traktorbetriebenen Sägewerk, Pommes, Traktorkuchen, Si.ku-Spielzeug. Alle waren begeistert, bis auf den Junior: „Und was ist jetzt die Überraschung?!“

Dieses Mal hatte ich das Desaster von letztem Mal gar nicht mehr im Kopf, als ich wieder eine Überraschung versprach.

Aber dieses Mal hatte ich auch Glück ;-) und wir waren alle total begeistert von der herzlichen und angenehmen Atmosphäre im Langerweher Töpfereimuseum (http://www.toepfereimuseum.de) , wo heute „Familientöpfern“ war, unter dem Motto „Halloween: Kürbisse, Gespenster, Gruselgestalten“ .

In dem alten Fachwerkhof waren wir schon des öfteren zum Einkaufen in der Töpferei-Werkstatt, aber bis ins Museum haben wir es noch nie geschafft. Heute waren wir mit einigen anderen Familien auch nicht in den Ausstellungsräumen, sondern „nur“ im Werkraum des Museums, wo erstaunliche Kunststücke entstanden.

Während die Lütte Marienkäfer „bepunktete“ und der nach Selbstaussage „völlig unbegabte“ Papa lässig ein Gespenst aus dem Ärmel schüttelte, versuchte ich mich an einer Wechsel-Fratzen-Kürbis-Dose (Tenor: Wenn hier das Süße drin ist, traut sich eh keiner ran ;-) ). Der Knaller war aber der Junior: Nachdem ihm die Töpfermeisterin mal grob gezeigt hatte, wie er einen Drachen machen könne, hat er sich drangesetzt und in kurzer Zeit ein vorzeigbares Exemplar geschaffen- mit großen Augen, vielen Schuppen und einem lachenden Mund („es ist nämlich ein lieber Drache“). Wir haben ihn dann noch ein bisschen getuned- aber das verraten wir nicht, sondern zeigen es hier im Blog, wenn es fertig ist (und ja, liebe D., die Idee ist geklaut, aber wunderschön)

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In vier Wochen ist alles fertig gebrannt -
ich bin gespannt!!!

Verfasst von: anheilumi | September 6, 2009

Schoki

Liebe Schweizer Freunde,

so wie jedes Jahr, möchten wir Euch auch dieses Mal gerne Eure Lieblingsschokolade mitbringen.

Wir hatten Euch vor drei Tagen auch 10 Tafeln gekauft.

Hmmm, mal rechnen, wie viele noch übrig sein werden am- 27.09. – *räusper*

(Papa hat grad die nächste Rum-Trauben-Nuss gekillt und Mama braucht noch einiges an Nervennahrung, am Wochenende ist das große Treffen in Köln mit über 100 Teilnehmern)

schoki

Verfasst von: anheilumi | August 30, 2009

Absetzer übergesetzt

Frisch ausgerüstet mit den neuen Wanderschuhen (die müssen ja nun auch eingelaufen werden!) und zwei Kinder im Gepäck, die wir tagsüber zu zweimaligem Mittagsschläfchen verdonnert hatten (was bei immerhin einem Kind auch geklappt hat), haben wir uns gestern Abend zur besten Tagesschau-Zeit wieder auf den Weg gemacht- zu einem Volksfest der ganz besonderen Art.

In den Verkehrsnachrichten wurde nur lapidar berichtet, dass die A 61 zwischen Bergheim und Bedburg gesperrt sei. Dabei war in diesem Fall das WARUM das Spannende: Von Bergheim aus fuhr ein Absetzer der RWE (für die Nicht-Einheimischen: Braunkohleförderung!) in den Tagebau Hambach. Braunkohleförderung ist hier in der Gegend ein durchaus aktuelles und umstrittenes Thema. Gerade erst sind wieder einige kleinere Ortschaften umgesiedelt worden, man kann durch verlassene Geisterstädtchen fahren, in denen gerade Kirchtürme abgerissen werden, das Anlegen des „indeschen Ozeans“ (als Rekultivierungsmaßnahme) in 60 Jahren wird ebenso diskutiert wie die – schon längst beschlossene und in Angriff genommene- Umlegung der A4.

Letztendlich stehe ich dem Braunkohleabbau und seinen Folgen für die Bevölkerung nicht unkritisch gegenüber, aber einer Faszination vermag auch ich mich nicht zu entziehen: Diese riesigen Schaufelradbagger aus der Nähe in Betrieb zu sehen. Vor ein paar Jahren fuhr ein solcher über die Autobahn (also, quer drüber) von einem Abbaugebiet ins andere. Ihn auseinanderzunehmen und auf der anderen Seite wieder zusammenzubauen, war ein Ding der Unmöglichkeit- und so fuhr er halt, über Autobahnen und durch Flüsse, über Eisenbahnstrecken, quer durch’s Land.

Dieses Mal war es zwar „nur“ ein Absetzer, der in den Tagebau Hambach gebracht werden sollte, aber das Interesse war nicht geringer. Im Gegenteil, als wir den Absetzer, hell erleuchtet, gerade erst sehen konnten, standen wir schon in einer Autoschlange. Aus drei Himmelsrichtungen schoben sich Auto um Auto zentimeterweise vorwärts, auf den ausgewiesenen Parkplatz zu. Allein das war schon ein Spektakel. Ich habe nicht wirklich damit gerechnet, dass wir noch ein Plätzchen für unseren V220 finden würden- aber eine weitere Strecke mit den Kids auf den Schultern in Kauf nehmend, machten wir uns dann schließlich vom Ende des angrenzenden Gewerbegebietes aus auf den Weg. Mit uns stetig wachsende Menschenmassen.

Schon aus der Entfernung beeindruckte der erleuchtete Absetzer sehr, er machte fast einen sci-fi-mäßigen Eindruck. Hell erleuchtet, die Menschen neben und auf ihm erschienen wie Ameisen. Als wir näher heran gingen, merkten wir, dass der Boden dumpf unter seinen langsamen Vorwärtsbewegungen dröhnte und die Lütte, die mal ein paar Sekunden auf eigenen Füßen stand, war sichtlich irritiert, dass sich der Boden unter ihren Füßen bewegte. Wir gingen neben dem Absetzer her und begleiteten ihn auf seinem Weg quer über die Autobahn über den extra – zum Schutz der Fahrbahnen- aufgeschütteten Sand. Trotz der vielen anderen Menschen um uns rum (davon viele, viele Kinder auf den Schultern ihrer Eltern), die sich auch nur langsam vorwärts bewegten, überholten wir den Riesen mühelos und suchten uns einen guten Platz auf der Mittelleitplanke, um das Schauspiel von dort weiter zu verfolgen.

(ein Klick auf’s Bild vergrößert und erklärt…)

EDIT: Hier ein treffender Artikel der Kölnischen Rundschau dazu:

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895318481.shtml

Verfasst von: anheilumi | August 29, 2009

Prinzipientreue im Deich.mann

„Schatz, lass die Schuhe stehen, wir gehen!“

tönte es durch den Laden. Mist, dachte ich mir, da hatte ich – nachdem Lütte und Papa schon insgesamt drei Paar neue Schuhe für den Urlaub ausgewählt hatten, tatsächlich auch noch ein Paar für mich gefunden- reinschlüpfen, wohlfühlen, kaufen. Naja, oder auch nicht.

Ich hatte mir so meinen Teil gedacht, als ich meinen Göttergatten kurz vorher lautstark durch den Laden sagen hörte: „Aber das sind KINDER und die können nicht mehr so lange aushalten!“. Beide Kids mussten dringend auf Toilette und ich hatte mit einem anprobierten Schuh und dem anderen Fuß noch strumpfsockig die besseren Argumente- also ist Papa mit den Beiden zur Kasse und hat höflich nach der Toilette gefragt. Die Antwort war unerquicklich. Mein Mann sauer.

Als ich Minuten später aus dem Laden kam (folgsam und ohne Schuhe- also, meine eigenen hatte ich wohl wieder an…), sah ich die Drei am anderen Ende des großen Einkaufscenters (des wirklich GROSSEN) Einkaufscenters immer noch den Pfeilen Richtung Besucher-Toiletten folgen. Gerade noch rechtzeitig haben sie es auf die Herrentoilette geschafft und waren im Anschluss noch in einen Plausch mit den Toilettendamen verwickelt.

Ich muss gestehen, ich hätte mich da grad gar nicht drüber aufgeregt, aber im Grunde finde ich, hat er schon Recht. Auf der einen Seite mag es Bestimmungen geben, dass Mitarbeitertoiletten nicht für Kunden freigegeben werden dürfen und ich habe auch Verständnis dafür, dass es, wenn nur ein einziger Mitarbeiter im Laden ist, auch schwierig ist, sich zweizuteilen, die Kasse und den Tresor und die anderen Kunden und die „müssenden“ Kinder im Blick zu halten (mal ganz abgesehen davon, dass sich in diesem Schuhgeschäft mindestens 5 Angestellte aufhielten). Auf der anderen Seite haben wir es aber auch immer wieder anders erlebt; gerade mit relativ frisch trockenen Kindern ist es in vielen, meist kleineren Läden, überhaupt kein Problem.

Ich erwarte mit Sicherheit keine Sonderbehandlung, aber dringende Fälle erfordern gelegentlich schnelle Maßnahmen. Und ich weiß es als Kunde dann sehr zu schätzen, wenn Mitarbeiter dann auch in der Lage sind, hilfreich zu agieren. Und darunter fällt für mich weder ein doofes Anpampen noch ein Verweis auf die „doch nur ein paar hundert Meter entfernten“ öffentlichen Toiletten.

Das war jetzt definitiv ein Laden für die „Ausschussliste“, in der ganzen Kette werden wir mit Sicherheit nicht noch einmal versuchen, Schuhe zu kaufen. Er lag nur grad so praktisch auf dem Weg…

Das wirklich Ärgerliche ist einfach nur, dass Prinzipientreue gelegentlich echt anstrengend werden kann- jetzt müssen wir nämlich nächste Woche wieder losziehen, Schuhe kaufen… (und wahrscheinlich heißt „wir“ dann: Die Kinder und ich- und das ist eine ungünstige Kombination, wenn Mama auch nach Schuhen schauen will…)

(aber immerhin hab ich bei Globetrotter ein paar runtergesetzte Wanderschuhe ergattert- dringend nötig für die Zentral-Schweiz!!! Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden… ich freu mich jedenfalls schon riesig!!!)

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