Mein Mann ist diese Woche richtig im Kinderstress, ich bin schon recht froh, dass er zu Hause ist, denn sonst hätte ich das ganze Programm am Hals
. SO hab ich echt- vergleichsweise- nen Lenz (Uni läuft gut, Arbeit läuft nebenbei, Therapiestudie Teil 1 läuft ihrem natürlichen Ende entgegen, mein Mann läuft mit den Kindern
).
Gestern musste ich aber abends schon ein bisschen grinsen. Im Laufe des Tages trafen wir uns nur kurz an der Musikschule- und als ich fragte, wie denn das “Schulspiel”* mit Junior gelaufen wäre (vor den neugierigen Ohren einer anderen, sehr netten Musikschulmutter), sagte er nur, dass Junior alles gekonnt hätte, aber am Anfang was nicht auf die Reihe gekriegt hätte, weil er es zu schnell angefangen habe. Und dann hat er nur noch erzählt, dass in der anschließenden Auswertung (was ihn und alle anderen Eltern ziemlich genervt hat- eigentlich hieß es, man vereinbart dann nen Termin- doch dass der noch am selben Nachmittag innerhalb der nächsten zwei Stunden sein musste, hatte keiner erwähnt…) sein Sohn halt mit dabei war, weil es ja nun auch gar nicht anders ging. Der Lehrerin war das gar nicht sooo recht, weil sie sich halt auch über die Schwächen des Kindes unterhalten wollte. Naja, hat der Göttergatte gesagt, das ist ja kein großes Geheimnis- und hat ein/zwei Punkte genannt.
Was er aber dann abends nur mir erzählte, war, dass die Lehrerin total begeistert von dem kleinen Kerlchen war, weil er auch Aufgaben wie z.B. Bilder beschreiben, viel besser gelöst hat als er es in seinem Alter müsste. Er hat wohl besonders gut auch Zusammenhänge erkannt und erklären können. Daraufhin habe ich meinem Mann dann erstmal erklärt, dass unsere Erziehungsarbeit nicht umsonst war, denn genau DAS wollten wir ihm ja gerne vermitteln. Es wäre mir ein Leichtes, das Kind so anzufixen, dass es schon vor der Schule Schreiben und Rechnen kann (und wenn er, wie im Moment, Interesse am Plusrechnen hat, dann förder ich das auch ein bisschen)- aber ich frage mich ernsthaft, was das sollte. Viel wichtiger ist es mir- und uns- dass er sich vielseitig interessiert und im Rahmen seiner Möglichkeiten versteht, wie Dinge zusammenhängen, was für spannende Sachen es auf der Welt gibt- sowas halt.
Und da mein Mann ja mindestens so gerne auf fremder’ Leute Blätter schielt wie ich- wissen wir jetzt, dass das werdende Schulkind auf dem Auswertbogen fast überall ne 1 hatte- und hat damit aus seinem Kiga am besten abgeschnitten hat. (HA! DAS hätte er vielleicht mal bitte im Beisein der Mutter mit dem hochbegabten Mädel erzählen sollen! Typisch mein Mann!)
*Schulspiel: An der hiesigen Grundschule so genanntes Zusammenkommen der Kinder in Kleingruppen mit jeweils zwei Lehrerinnen. Sie “spielen” denn eine Stunde lang “Schule” und machen diverse Spielchen zu Sozialkompetenz, Feinmotorik, Sprachverständnis, etc.


[...] Die junge Dame war jetzt zum zweiten Teil der U 8 und mein Mann ist ja lernfähig: Ich will das Positive zuerst hören. [...]
Von: Muttertag (Nachtrag) « Die Welt dreht sich um uns ;-) am Mai 12, 2011
um 6:55 am